9. November: Das Miteinander stärken am Projekttag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

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Der seit 2011 jährlich durchgeführte Projekttag zum Thema Toleranz und Vielfalt stand ganz unter dem Motto „Gemeinsam – statt einsam“. Anregungen zur Themenfindung lieferte vor einem Jahr der Schülerrat mit der Absicht das gemeinsame Miteinander an der Schule zu stärken.

Der Schülerrat berichtete von Streitigkeiten, die nicht nur klassen- oder jahrgangsintern zu beobachten seien, sondern dass es ebenfalls zu Auseinandersetzungen zwischen „Groß und Klein“ vor allem in den Pausen käme. Schnell war klar, dass wir genau an diesem Punkt ansetzen wollten.

Der Projekttag sollte für alle Beteiligten ein kleines Experiment werden. In komplett gemischten Gruppen sollten die Schüler miteinander in Kontakt kommen, sich auf die anderen, für sie weniger bekannten Mitschüler einlassen – völlig unabhängig von Freundschaften, Alter, Geschlecht, Jahrgang oder Klasse.

Die Schülerschaft konnte sich vorher entsprechend ihrer Interessen in Bereiche einwählen (Kulinarisches, Bewegung, Künstlerisch-musikalisch, Challenge), wussten aber vor dem Projekttag nicht, was genau auf sie zukommen würde. Diese Bereiche beinhalteten wiederum verschiedene Workshops, in denen die Schüler möglichst völlig durchmischt zugeordnet wurden.

Die Bekanntgabe der Workshops zwei Tage vor dem Projekttag führte bei den Schülern zunächst zu Unmut, zeigte uns aber, dass wir mit dem Thema an der richtigen Stelle angesetzt hatten. Verstärkt wurde dies natürlich auch durch die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler immer noch im Unklaren waren, was sie an diesem Tag erwarten würde.

Auch für die Lehrkräfte beinhaltete die Vorbereitung und Planung eine gewisse Herausforderung, nämlich Workshops mit unbekannten Schülern aus allen Jahrgängen zugleich durchzuführen! Wichtig für das Gelingen des Projekttages war aber vor allem die Bereitschaft von allen, sich auf diesen Tag und auf die einzelnen Workshops einzulassen.

Der Projekttag wurde mit einer sehr anschaulichen und bunten Rede von Herrn Brinckmann eröffnet. Auch Herr Fuhrmann, der ehemalige Schulleiter und gleichzeitig Pate der Estetalschule, ließ es sich natürlich nicht nehmen die Schülerschaft an diesem Tag zu begleiten und die einzelnen Workshops zu besuchen.

Es wurde fleißig gemalt, getanzt, getüftelt, geforscht, gewandert, Hörspiele aufgenommen, sich gegenseitig eingegipst u.v.m. unternommen. Die Schülerinnen und Schüler bekamen innerhalb kurzer Zeit zu spüren, wie toll sie miteinander arbeiten und was sie für eine Bereicherung füreinander sein können, wenn sie sich miteinander beschäftigen und sich auf die anderen einlassen. Und nicht nur sie, sondern auch die Lehrkräfte haben die ein oder andere neue Erfahrung oder Erkenntnis mit nach Hause tragen können, die ihnen neue Anstöße geben können.

Wenn auch die Workshops vielleicht nicht die gesamte Schülerschaft thematisch überzeugt haben, so sind doch alle miteinander in Kontakt getreten und haben zusammen gearbeitet. Zum Teil wurden wirklich tolle Sachen erarbeitet. Wir hoffen, dass dieses Gemeinschaftsgefühl und die positiven Erfahrungen, die an diesem Tag gesammelt wurden, noch lange anhalten, in Erinnerung bleiben und in den Schulalltag hineinstrahlen werden.

Vielen Dank für die Bereitschaft aller Beteiligten zu diesem Experiment!

Eindrücke vom Projekttag:

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