{"id":5604,"date":"2024-11-13T19:26:06","date_gmt":"2024-11-13T18:26:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.estetalschule.de\/wordpress\/?p=5604"},"modified":"2024-11-13T19:27:58","modified_gmt":"2024-11-13T18:27:58","slug":"habt-mut-denn-ihr-seid-die-zukunft-demokratie-lebt-durch-euch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.estetalschule.de\/wordpress\/habt-mut-denn-ihr-seid-die-zukunft-demokratie-lebt-durch-euch\/","title":{"rendered":"\u201eHabt Mut, denn ihr seid die Zukunft! Demokratie lebt durch euch.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Hamburger Zeitzeugen berichten an der Estetalschule Hollenstedt \u00fcber Kriegserlebnisse und die Verbrechen des Nazi-Regimes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ruhig wurde es am 12. November in der Aula der Oberschule in Hollenstedt als die beiden Hamburger Zeitzeugen Frauke Petershagen (*1936) und Manfred H\u00fcllen (*1939) uns aus ihrer Kindheit im Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit berichteten und die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler durch ihre Erz\u00e4hlungen daran teilhaben lie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schule war der Bitte Manfreds H\u00fcllens nachgekommen mit der Sch\u00fclerschaft als Zeitzeuge ins Gespr\u00e4ch kommen zu d\u00fcrfen. Im Rahmen des j\u00e4hrlichen Projekttages \u201eSchule ohne Rassismus \u2013 Schule mit Courage\u201c wurde der Besuch der beiden Zeitzeugen durch die Klassen, insbesondere den Sch\u00fclersprechern Joleen (10a), Joris (10a) und Philip (10b) vorbereitet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.estetalschule.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/SOR-Projekttag-2024-Zeitzeugen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.estetalschule.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/SOR-Projekttag-2024-Zeitzeugen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5603\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Veranstaltung bedankte sich Schulleiter Hauke Brinckmann in seiner Ansprache herzlich f\u00fcr das Kommen, das Engagement, mit den Jugendlichen ins Gespr\u00e4ch kommen zu wollen und betonte, wie wichtig es ist, Zeitzeugen Raum und Zeit zu geben, damit Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler das Erlebte noch aus erster Hand erfahren k\u00f6nnen. Anschlie\u00dfend konnten die Sch\u00fclersprecher ihre Fragen an Frau Petershagen und Herrn H\u00fcllen stellen, die zuvor in den Klassen gesammelt worden waren. Aufmerksam verfolgten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus den Jahrg\u00e4ngen 7., 8., 9. und 10. den pers\u00f6nlichen Schilderungen. Dabei wurden die Verbrechen der Reichsprogromnacht am 9. November 1938, die Bombardements auf Hamburg im Sommer 1943, die Kindheit &#8211; gepr\u00e4gt durch den Krieg und Nationalsozialismus -und den pers\u00f6nlichen Schmerz, den der Krieg \u00fcber die Menschen und ihre Familien gebracht hat, thematisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders betroffen war die Sch\u00fclerschaft als Herr H\u00fcllen vom Verlust seiner Schwester berichtete, die im Kriegsgeschehen von einem LKW \u00fcberfahren wurde, und den Kriegsverbrechen, die seiner Familie angetan wurde. \u201eKrieg bedeutet, dass unschuldige Menschen sterben\u201c, betonte er abermals. Auch Frau Petershagen berichtete von ihren famili\u00e4ren Verlusten durch den schweren Bombenangriff auf Hamburg im Juli 1943, den sie selbst zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einem Keller \u00fcberlebte.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler brachten anschlie\u00dfend sichtlich angefasst zum Ausdruck, wie sehr sie die pers\u00f6nlichen Erfahrungen bewegt, ersch\u00fcttert und ber\u00fchrt haben. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage der Sch\u00fclersprecher, woher die Motivation der Beiden k\u00e4me, immer wieder in Schulen zu fahren und sich mit den Kriegsbildern auseinandersetzen zu m\u00fcssen, fand Herr H\u00fcllen eine klare Antwort. Er appellierte an die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Demokratie und ihre Werte zu sch\u00fctzen und sich f\u00fcr sie einzusetzen. Das bedeutet aus diesem dunklen Kapitel unserer Geschichte zu lernen, nicht die gleichen Fehler von damals zu machen und den Mut zu haben, sich f\u00fcr eine liberale Demokratie stark zu machen: Mut zu haben, sich f\u00fcr andere einzusetzen, seine Meinung zu \u00e4u\u00dfern, Empathie zu zeigen und respektvoll und offen anderen Menschen gegen\u00fcberzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Abschlie\u00dfend richtete der Sch\u00fclersprecher Philip (10b) noch einmal das Wort an seine Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler. Philip ermutigte die Schulgemeinschaft sich f\u00fcr Vielfalt, Toleranz, N\u00e4chstenliebe und Courage einzusetzen und danach unser Schulleben zu gestalten. Jetzt liegt es an uns diese Werte zu leben und an diesen demokratischen Grunds\u00e4tzen festzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburger Zeitzeugen berichten an der Estetalschule Hollenstedt \u00fcber Kriegserlebnisse und die Verbrechen des Nazi-Regimes Ruhig wurde es am 12. 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