Streitschlichter

…auf einem Blick

Ansprechpartner Katja Fesenbeck-Plotzki (Schulmediatorin)
Ulrike Kanter
Dienste der Streitschlichter in den Pausen im Streitschlichterraum
(zwischen den Gebäuden) und auf dem
Schulhof monatliche Treffen aller Streitis
Ausbildung

Start 2. Halbjahr Klasse 7 (Theorie mit Prüfung)
1. Halbjahr Klasse 8 (Praxis), Übernahme der
Patenschaft für die 5. Klassen
Teilnahme an den Sozialtagen der 5. Klassen

mittwochs im 4. Unterrichtsblock als (Zusatz-)WPK
mindestens 1 Workshop über 2-3 Vormittage

Kennzeichen Streitschlichterausweis, Button

Historie: Die Ausbildung der Streitschlichter an unserer Schule hat verschiedene Phasen durchlaufen, seit mit der Einführung der Realschule 2004 eine regelmäßige Ausbildung mit Frau Kessenhagen-Koch und Frau Nissen begann.
Zunächst wurden die Streitschlichter in einer AG ausgebildet, seit 2010 hat die Ausbildung im Wahlpflichtbereich eine Aufwertung erfahren.

Die Ausbildung: Die SchülerInnen der 7. Klassen melden sich im 2. Halbjahr für den WPK – nach einer kurzen Schnupperphase – verbindlich mit einem Ausbildungsvertrag an. Sie werden im 1. Teil der Ausbildung 2 Stunden pro Woche mit dem 5-Phasenmodell der Streitschlichtung vertraut gemacht, nehmen an einem Workshop teil und erhalten nach erfolgreich bestandener Theorieprüfung eine Bescheinigung über diesen Ausbildungsteil sowie eine Note im Zeugnis. Außerdem werden sie auf ihre Patenrolle in den kommenden 5.Klassen vorbereitet. Dort begleiten sie ihre Patenklasse während der Orientierungs- und Sozialtage, leiten Spiele mit an und assistieren den Klassenlehrer/innen. Auch eine wöchentliche Patenpause dient dem Kontakt zwischen den neuen Schülern unserer Schule und den Paten.

Im 2. Teil der Ausbildung (1.Halbjahr Kl.8) liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung von Streitschlichtungen im Rollenspiel, um Sicherheit im Ablauf und Handling von Schlichtungen zu erlangen. Die Paten kommen dabei in ihren Paten-klassen durchaus schon als Schlichter zum Einsatz.
Dieser 2.Teil der Ausbildung wird mit einer Praxisprüfung beendet.

Sind beide Ausbildungsteile erfolgreich abgeschlossen, erhalten die Schüler/innen das offizielle Streitschlichter-Zertifikat und einen Streitschlichterausweis.

Die Arbeit als Streitschlichter: Nach dieser Ausbildung stehen die Schüler/innen mindestens für ein weiteres Schuljahr, im Idealfall während ihrer gesamten weiteren Schulzeit als Streitschlichter/in zur Verfügung. Hier können sie ihre Fähigkeiten weiter üben und anwenden, werden sicher und stehen im großen Team ihren Mitschüler/innen in den großen Pausen im zentral gelegenen Streitschlichterraum oder auf dem Pausenhof zur Verfügung.

Die Schlichtungen werden in den großen Pausen stets mit 2 Streitschlichtern durchgeführt. Es wird ein Protokoll angefertigt, eine Lösung erarbeitet und ein Nachbesprechungstermin vereinbart.

Der Schritt zu den Streitschlichtern ist für Schüler/innen, die in einem Konflikt feststecken, manchmal nicht so leicht. Doch jeder weiß: Konflikte behindern das Lernen und die Konzentration, das Wohlbefinden im Schulalltag. Darum ist es umso wichtiger, Schüler/innen zu ermuntern, sich bei den Streitschlichtern Unterstützung zu holen, damit sie wieder unbeschwert in die Schule gehen können. Wichtig ist dabei auch, dass die Gespräche mit den Streitschlichtern absolut vertraulich sind. Dies gilt selbstverständlich auch Lehrern gegenüber!

– und noch ein Gewinn: Außer dem Streitschlichter-Zertifkat, welches die Ausbildung dokumentiert, wird die weitere Tätigkeit als aktive/r Streitschlichter/in – differenziert nach Engagement – Jahr für Jahr im Zeugnis eingetragen und mit einer Bescheinigung zusätzlich anerkannt. Dies alles ist für Bewerbungsunterlagen von großem Wert, da Betriebe diese Qualifikation hoch schätzen.